Informationsarchitektur – was ist das?!

In unserem Seminar „MAWM-BB-2-SS2018-WO“ bekamen wir die Aufgabe gestellt, die Analyse- und Designmethoden der Informationsarchitektur anhand einer selbstgewählten Website anzuwenden. Schön und gut, nur was ist eine Informationsarchitektur?

1.Gruppenarbeit:

Laut WIKI bezeichnet Informationsarchitektur „den Prozess der Gestaltung der Struktur eines Informationsangebots. Zur Informationsarchitektur eines Informationsangebotes zählen die sinnvolle Unterteilung der Inhalte, die Navigationswege und Suchmöglichkeiten innerhalb des Angebots und die gebrauchstaugliche Gestaltung des Zugangs zu den Informationen.[1] Bei der Gestaltung der Informationsarchitektur wird festgelegt, wie ein Nutzer mit einem Informationssystem interagieren kann. Dazu werden zunächst Informationseinheiten und Funktionen definiert und benannt und diese Einheiten und Funktionen gruppiert und im Informationsangebot platziert. Der Begriff Informationsarchitektur wird vor allem im Zusammenhang mit der Planung und Gestaltung von Websites, Intranets und Datenbanksystemen verwendet. Ziel ist eine möglichst zielgruppengerechte, nutzerfreundliche Gestaltung (engl. Usability) des Informationsangebots“ (Zugriff 7.6.2018, 23:25)

Nachdem diese Frage geklärt war, machten wir uns auf die Suche nach einer passenden Website und entschieden uns für den Blog „dariadaria“, eine Mixtur aus einem herkömmlichen Blog und einer Website. Anhand der genauen Aufgabenstellung analysierten wir nun die Informationsarchitektur dieses Blogs. Madeleine Daria Alizadeh ist eine junge Frau, wohnhaft in Wien, die 2010 ihren Blog „dariadaria“ gründete und sich zu einem der bekanntesten Blogs im deutsch-sprachigen Raum entwickelte.

Mittlerweile setzt sie sich für Umweltschutz und faire Bekleidung ein und hat neben ihrem Podcast auch ein eigenes Modelabel gegründet. Waren die Themen zu Beginn ihrer BloggerInnen-Karriere noch „fast fashion“ und Kosmetika, die an Tieren getestet wurden, stellt sie heute einen Lebensstil vor, der versucht, so wenig Ausbeutung und Ressourcenverschwendung wie möglich zu verursachen. Zudem ist sie auf Social-Media-Kanälen aktiv und setzt sich für mehr Realität auf z.B. Instagram ein.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Website von dariadaria als Drehschreibe fungieren soll. Das lässt sich in der erstellten Content Map gut erkennen, da viele Verlinkungen auf externe Websites führen.

Content Mapping von "dariadaria"
Content Mapping von „dariadaria“

 

Auch die Unterseiten „Link List“ und „Vienna Guide“ sind eher als Listen von Empfehlungen mit externen Links zu betrachten. Das meiste geschieht auf Instagram, was strategisch natürlich klug ist, da hier anscheinend die größte Reichweite vorhanden ist. In der Analyse wurde nicht nur die Website berücksichtigt, sondern auch andere Kanäle, was in diesem Fall durchaus sinnvoll ist.

2.World Cafe

In unserer letzten Einheit sollten wir dann eigentlich in einem World Cafe den einzelnen Gruppen Feedback zu ihren Analysen geben. Doch dann entschied sich unsere Seminarleiterin Barbara Geyer-Hayden aufgrund der Tatsache, dass dies die letzte Einheit vor den Ferien war, spontan dazu, gemeinsam jede einzelne Gruppenarbeit zu diskutieren. Eine tolle Idee! So viel habe ich schon lange nicht mehr gelernt in einem Seminar. Zuerst nur zögerlich, doch dann mit immer mehr Einsatz diskutierten wir intensiv und angeregt über Schriftgröße, Bilder, Inhalt, Navigationsarchitektur, usw. der vorgestellten Websites. Spannend war der Vergleich der Websites der Praxisschule PH Wien und der Praxisschule der PH Baden.

Für unseren Blog wurden folgende Ideen zur Optimierung der Website gesammelt:

  • Die Suche ist nicht optimal gelöst. Die kleine graue Lupe sollte besser sichtbar sein und nicht bei den Icons für die diversen Podcast-Plattformen stehen
  • Fotos auf der Startseite konnten nicht auf den ersten Blick zugeordnet werden und es war nicht schlüssig, dass sich dahinter jeweils eine Podcast-Folge befand
  • Der Shop scheint die der Gruppe gemischte Gefühle auszulösen und sollte schon vorher erklärt werden, damit, falls der Link zum Shop nicht angeklickt wird, nicht der Eindruck entsteht, dass die Blogbetreuerin keine Authentizität besitzt

3.Lesson learned

Wir haben in diesem Seminar verschiedene Methoden wie zum Beispiel Präsentationen & Meetings, Technikfolgenabschätzungen und Tools wie zum Beispiel Card Sorting kennen gelernt, um die Informationsarchitektur einer Website zu analysieren und zu bewerten. Wichtig für den Aufbau einer Website ist es zu wissen, welche Zielgruppe will ich ansprechen, um mir dann eine grobe Struktur der Website zu überlegen. Digitale Produkte wie Websites benötigen einen Plan und dieser kann mit sogenannten Wireframes skizziert werden. Wireframes sind schematische Darstellungen für digitale Produkte. Weiters sind ansprechende Bilder gut geeignet, NutzerInnen neugierig zu machen und auf der Website zum verweilen einzuladen. Ein klarer und strukturierter Aufbau wurde von der Gruppe ebenso goutiert.

Katzen waren heute nicht so motiviert sich für ein ansprechendes Foto gekonnt in Szene zu setzen. Der Versuch trotzdem ein Foto mit Bezug zur Informationsarchitektur zu schießen:

Wireframe
Wireframe